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KW 46 Gartenkalender

Ziergehölze

Gräser und Koniferen schützen
Binden Sie rechtzeitig vor Wintereinbruch hohe Gräser und säulenförmige Koniferen zusammen, um Schäden durch Schneelast zu verhindern.

Pflanzungen im Vorwinter
Ziersträucher, die noch im Vorwinter gepflanzt werden, zeigen im Frühjahr einen zeitigeren Wachstumsbeginn. Ist der Boden jedoch extrem nass, leiden die Wurzeln unter Sauerstoffmangel und die Pflanzen wachsen schlechter an. In diesem Fall sollte man die Pflanzung aufs Frühjahr verschieben.

Blumen und Stauden

Dahlien und Canna überwintern
Wenn der erste Frost die Blätter von Dahlien und Canna (Blumenrohr) zerstört hat, werden die Knollen ausgegraben und an einem frostfreien, nicht zu feuchten, dunklen Ort gelagert. Die Überwinterung gelingt am besten in flachen Kisten mit einer Schicht losen Torf.

Gemüse und Kräuter

Stallmist für das Gemüsebeet
Wenn Sie Ihrem Gemüsegarten etwas Gutes tun wollen, können Sie bei der herbstlichen Bodenbearbeitung alle 2 bis 3 Jahre Stallmist (1 bis 5 kg/m2) flach einarbeiten. Die Maßnahme verbessert die Fruchtbarkeit und Struktur des Bodens und führt wichtige Nährstoffe zu.

Feldsalat schützen
Nach langen Frostperioden, wenn der Boden gefroren ist, kann Feldsalat im Garten Trockenschäden bekommen, da die Wurzeln kein Wasser aufnehmen können. Um dies zu vermeiden, sollten Sie rechtzeitig ein lichtdurchlässiges Acrylvlies auflegen. Es kann dann problemlos mehrere Wochen liegen bleiben.

Obst

Johannis- und Stachelbeeren schneiden
Johannis- und Stachelbeeren können bei frostfreiem Wetter den ganzen Winter über geschnitten werden. Ein Schnitt vor Mitte November hat den Vorteil, dass der Infektionsdruck für die Rotpustelkrankheit etwas geringer ist. Mit Rotpustel infiziertes Schnittgut aus der Anlage entfernen und am besten verbrennen.

Obstbäume schützen
Falls Ihr Obstgrundstück nicht eingezäunt ist, sollten Sie die Stämme von jungen Bäumen zum Schutz vor Wildverbiss mit Drahthosen umhüllen. Auch die hierfür angebotenen spiralförmigen Kunststoffbänder sind geeignet.

Steckhölzer von Beerensträuchern
Von Johannisbeer-, Stachelbeer- und Heidelbeersträuchern können nach dem Laubfall etwa 20 cm lange, gut ausgereifte Steckhölzer geschnitten werden. Zusammengebunden sollten sie in feuchtem Sand kühl, aber frostfrei gelagert werden. Im Frühjahr werden die Steckhölzer dann gesteckt.

Neupflanzung von Obstgehölzen
Für den Hausgarten eignen sich am besten robuste, widerstandfähige Sorten. Anfällige Sorten bringen nur Frust und gehören nicht in den Garten. Fragen Sie bei Ihrem Obst- und Gartenbauverein oder bei den Obstbauberatern an den Landkreisen gezielt nach wenig anfälligen Sorten. Stellen Sie Bäume und Sträucher einen Tag vor dem Pflanzen in Wasser, wenn es sich um wurzelnackte Ware handelt. Wurzelnackte Gehölze möglichst sofort pflanzen, die Wurzeln dürfen keinen Frost abbekommen.

Sanddorn
Sanddorn ist gesund. Leider hält sich der Saft nicht besonders lang. Wer aber auf das Vitamin-C-haltige Obst den Winter über nicht verzichten möchte, setzt die orangefarbenen Beeren mit Honig (oder Zucker) und Schnaps auf. Nach sechs Wochen hat sich der Kornbrand bereits lebhaft gefärbt und kann getrunken werden. Dank der Säure der Beeren bleibt auch der Likör angenehm säuerlich.

Pflanzenkauf
Jetzt wird es Zeit, neue Pflanzen zu bestellen oder zu kaufen. Geeignete Obstgehölze kann man zwar über Versandbaumschulen bestellen, am besten kauft man die Pflanzen aber in heimischen Baumschulen vor Ort, da hier die für die Region geeigneten Sorten angeboten werden.

Veredelungsstellen
Die meisten Obstgehölze sind auf einer Unterlage veredelt. Durch die Kombinationsmöglichkeiten von Edelreis und schwachwüchsigen oder auch starkwüchsigen Wurzelsystemen der Unterlage werden unterschiedliche Wuchsstärken erzielt. Pflanzen Sie jedoch die Unterlage zu tief oder setzt sich der Baum deutlich, kann die darauf veredelte Obstsorte selbst Bodenkontakt bekommen und eigene Wurzeln bilden. Hier kann es dann rasch zu einem veränderten, unerwünscht starkem Wuchsverhalten kommen. In regelmäßigen Abständen sollten Sie deshalb bei der Veredlungsstelle kontrollieren, ob sie sich noch deutlich oberhalb der Erdoberfläche befindet.

Balkon und Terrasse

Frostsichere Pflanzgefäße
Stellen Sie in der kalten Jahreszeit nur frostsichere Pflanzgefäße ins Freie. Preiswerte Terrakottatöpfe sind meist grobporige Maschinenware. In die Wandungen kann Feuchtigkeit eindringen, die in Frostperioden gefriert. Dadurch zerspringen die Gefäße.

Pflanzenschutz

Sitkafichtenlaus
Um einen Überblick über das Auftreten der Sitkafichtenlaus zu erhalten, können Sie schon jetzt – ergänzend dann noch mal im zeitigen Frühjahr – Klopfproben durchführen. Hierzu hält man ein weißes Blatt Papier zwischen die Äste und klopft auf die Zweigpartien. Bei einem Befall werden die Tiere dann sofort sichtbar.

Sonstiges

Rasenmäher
Nachdem der Rasen zum letzten Mal geschnitten ist, sollten Sie den Rasenmäher gründlich säubern und eventuell die Zündkerze auswechseln.

Kartoffeln lagern
Wenn Sie Kartoffeln lange lagern möchten, sollte der Raum kühl (wenige Grad über null) und feucht sein. Wegen einer guten Durchlüftung dürfen Kartoffeln nie direkt auf dem Boden liegen. Lagern Sie die Knollen zwei Wochen bei 15 °C vor, bevor sie in den Keller kommen. In diesem Zeitraum verkorkt die Schale, was den Wasserverlust deutlich senkt. Bei gemeinsamer Lagerung mit Äpfeln und Birnen verkürzt sich die Haltbarkeit.

Holz- und Reisighaufen
Gehölzschnitt enthält Nährstoffe und sollte dem Kreislauf des Gartens nicht verloren gehen. Deshalb bietet sich an, das Schnittgut zu häckseln (und als Mulchmaterial zu verwenden) oder zu Holzstapeln und Reisighaufen aufzuschichten. Asthaufen sollten jetzt nicht mehr bewegt werden, denn Igel, Blindschleichen, Kröten, Spitzmäuse, Gehäuseschnecken und Insekten haben sich bereits in die Winterruhe begeben.

Gemüse und Obst lagern
Gemüse und Obst sollten nach Sorten getrennt gelagert werden, da die Haltbarkeit unterschiedlich ist. Zu warme Lagerung kann bei einigen Gemüsen zu einer Umwandlung von Nitrat in gesundheitsschädliches Nitrit führen. Kühle Lagerung bei ausreichender Sauerstoffversorgung fördert dagegen den Nitratabbau.

Bodenanalyse
Eine Bodenanalyse sollten Sie etwa alle drei Jahre durchführen, um einen versteckten Mangel oder Überschuss an Nährstoffen erkennen zu können. Mangelernährte Pflanzen weisen nicht immer für den Laien eindeutig erkennbare Symptome auf. Oft äußert sich ein Mangel nur in einem verminderten Ertrag oder in einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Schaderregern, insbesondere Pilzen. Auch mit Nährstoffen überversorgte Pflanzen bleiben häufig in ihrem Wachstum zurück oder sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.