Familienwanderung zum Treibsee am Bärenbach

Wieder einmal hatte es der Wettergott gut mit dem Obst- und Gartenbauverein Bettringen gemeint. Bei herrlichem Sonnenschein konnte Vorstand Suitbert Geiger 26 Teilnehmer begrüßen. Wanderführer Gerhard Dangelmaier hatte eine etwa 14 Kilometer lange abwechslungsreiche Strecke ausgewählt, die leicht bergauf und bergab führte. Schattige Passagen, Waldwege und Strecken mit freiem Ausblick wechselten sich ab, so dass die Tour trotz des heißen Wetters angenehm zu begehen war.

Ausgangspunkt der Wegstrecke war der Parkplatz am Freibad in Urbach, wo sich schon morgens etliche Schwimmer tummelten. „Unser Bad ist mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet und hat 24 Grad warmes Wasser“, informierte eine Schwimmerin die Wanderer. Die Strecke führte zunächst leicht bergan. Auf dem gegenüberliegenden Berghang war ein klaffender Einschnitt zu sehen. Hinweisschilder beschrieben, dass dort im Jahr 2001 ein gewaltiger Erdrutsch stattgefunden hatte. Der Knollenmergel hatte sich von den darunter liegenden Gesteinsschichten gelöst und und eine Fläche von ca. 3 ha war etwa 15 Meter tief abgerutscht.

Die Mittagsrast wurde beim Bärenbachsee eingelegt. Die Wanderer packten ihr Rucksackvesper aus und ließen sich auf den Holzstämmen nieder. Wanderführer Gerhard Dangelmaier erzählte, dass der Bärenbachsee als sogenannter Schwallsee zur Scheitholzflößerei angelegt worden war. Solche Schwallseen wurden früher aufgestaut damit geschlagenes Holz mit einer Flutwelle bergab transportiert und in die großen Städte verkauft werden konnte. Erst mit der Eisenbahn hatten diese Seen ihre Bedeutung verloren. Nach einem obligatorischen Gruppenfoto marschierte die Gruppe weiter bis zum kleinen Weiler Steinbruck. Der Rückweg führte durch das Gutenauer Täle zurück zum Ausgangspunkt in Urbach.

Danach fuhren die Teilnehmer nach Schorndorf, wo man sich zum Abschluss im Kesselhaus traf und das Abendessen und das dort gebraute Bier munden ließ. 

H. Ocker